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Abb. o.: Votivbild „Krankheit“ (Ausschnitt), 18./19. Jahrhundert, Kirchenmuseum Kößlarn (Ludger Drost)
Abb. u.: Kirchenmuseum Kößlarn, Ausschnitt (Dionys Asenkerschbaumer)

Die Wallfahrtskirche Heiligste Dreifaltigkeit im niederbayerischen Markt Kößlarn im Landkreis Passau verfügt über die letzte in vollem Umfang erhaltene mittelalterliche Wehranlage im altbayerischen Raum.

Kirchenmuseum Kößlarn (Dionys Asenkerschbaumer)

Die Befestigungsanlage stammt aus dem 15. Jahrhundert. Die Kirche umschließt ein Mauergürtel mit zwei Toren und Häusern für Pfarrer, Mesner und Benefiziaten. Der 50 Meter hohe Turm wurde 1509 errichtet und erhielt 1730 eine Kuppel.

Heiligste Dreifaltigkeit, Wehrkirche Kößlarn, Luftbild (Georg Thuringer)

Zwei Torhäuser mit ihren charakteristischen mittelalterlichen Räumen und der dazwischen liegende gedeckte Wehrgang mit seinen Schießscharten wurden 2008 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht: Das Kirchenmuseum Kößlarn.

Torhaus, vom Innenhof aus gesehen (Ludger Drost)

Die ungewöhnlich gut erhaltenen mittelalterlichen Innenräume und die herausragenden Ausstellungsstücke verleihen dem Museum seine Einzigartigkeit.

Heiligste Dreifaltigkeit, Wehrkirche Kößlarn, innen (Georg Thuringer)

Neben der Dauerausstellung gibt es von Zeit zu Zeit saisonal wechselnde Sonderausstellungen mit zeitgenössischer Kunst und/oder kulturhistorischen Themen, die das Spektrum des Museums vertiefen und interpretieren.

Die Saison des Kirchenmuseums Kößlarn dauert regelmäßig von April bis Oktober.

Dauerausstellung

Abb.: Krippenfiguren, 19. Jahrhundert. Kirchenmuseum Kößlarn (Georg Thuringer)

Schöne Arbeit, Blechvotive, Kirchenmuseum Kößlarn (Georg Thuringer)

Themenschwerpunkte der nur etwa 120 m² kleinen, aber kompakten Museumskonzeption sind die Wehrkirchenanlage, die Wallfahrt zum Gnadenbild der Muttergottes von Kößlarn und das kirchliche Brauchtum im Kirchenjahr.

Palmesel, Holz, 15. Jahrhundert (Georg Thuringer)

Zu den wertvollsten Exponaten gehören Wallfahrtsdevotionalien aus vier Jahrhunderten, ein spätgotischer Palmesel und ein Grabchristus aus der gleichen Zeit, das älteste Meßgewand der Passauer Diözese und ein barockes Krippenwerk mit Figuren aus der Schwanthalerwerkstatt des 18. Jahrhunderts.

Fatschenkind, Kirchenmuseum Kößlarn (Georg Thuringer)

Außerdem besitzt das Museum ein funktionsfähiges historisches Turmuhrwerk ohne Elektrifizierung; es wurde 1909 hergestellt von derTurmuhrenfabrik Ed[uard]. Strobl in Regensburg. 1976 wurde dieses Turmuhrwerk der Kößlarner Wallfahrtskirche stillgelegt und durch ein elektrisches ersetzt.

Turmuhr, Kirchenmuseum Kößlarn (Ludger Drost)

Der Förderverein des Museums machte 2011 unter der Regie des Vereinsmitglieds Maximilian Schnall und Handwerker/innen aus Kößlarn das alte Turmuhrwerk wieder gängig. Heute kann es vorgeführt werden – mit Stundengeläut. Hier erhalten Sie einen Eindruck: Gotikportal – Glaube

Sonderausstellung

Abb.: Alois Jurkowitsch: Fernsehschrein, 1979, 60 x 50 cm, Objekt (Alois Jurkowitsch)

4. April bis 31. Oktober 2026

Alois Jurkowitsch – INN Orten

Kirchenmuseum Kößlarn

Marktplatz 35
D-94149 Kößlarn

Do: 13:00 – 16:00 Uhr
Sa: 13:00 – 16:00 Uhr
So: 13:00 – 16:00 Uhr

Kurat: Alois Jurkowitsch

Eintritt: 2 €

Alois Jurkowitsch: Ikonostase (Votivtafeln), ab 2003, mehrteilige Collage (Alois Jurkowitsch)

INN Orten

Bitte um und Dank für Rettung, Heilung und anderes mehr wurde und wird oft an besondere Orte getragen: Orte, an denen man hofft, dem Heiligen näher zu sein. Im 15. Jahrhundert entstanden vor allem links des Inns zahlreiche Wallfahrtszentren – auch in Kößlarn. Dorthin kamen besonders viele Pilgernde aus dem Innviertel.

An diesem Wallfahrtsort antwortet der Passauer Künstler Alois Jurkowitsch mit seiner Objektkunst aus Gefundenem und Verlorenem auf das Thema, im Kirchenmuseum Kößlarn, in der einzigen vollständig erhaltenen Wehrkirche im Süden Deutschlands.

Jurkowitschs über viele Jahre gewachsenes Spätwerk widmet sich dem Detektieren von Spuren des Glaubens. Die vom Künstler selbst kuratierte Ausstellung INN Orten zeigt eine Auswahl davon. In (Zeit-)Schichten eingeschriebene, aber auch vergessene und ungelesene Spuren werden sicht- und spürbar – an diesem ganz besonderen Ort.

Alois Jurkowitsch: Felsengrab – Leer, 1994, Objekt (Alois Jurkowitsch)

INN Orten ist eine Ausstellung im Rahmen der Verbundausstellung verbINNdungen: www.verbINNdungen.eu

Träger

Abb.: Blick auf Kößlarn (Ludger Drost)

Träger und Initiator des Kirchenmuseums ist die Pfarrkirchenstiftung Kößlarn.

Das Museum wird auf rein ehrenamtlicher Basis betrieben.

Der Förderkreis Kirchenmuseum Kößlarn e. V. unterstützt das Projekt finanziell.

Hier finden Sie die Satzung des Förderkreises Kirchenmuseum Kößlarn e. V.:

Fachliche Museumsleitung:
Dr. Ludger Drost
Marktplatz 13
94149 Kößlarn

E-Mail: info(at)kirchenmuseum-koesslarn.de

Kassendienst und Führungen übernehmen geschulte ehrenamtliche Kräfte. Die Koordination erfolgt durch das

Pfarrbüro Kößlarn
Marktplatz 33
94149 Kößlarn
Tel.: + 49 (0)8536/1559
Pfarramt.Koesslarn(at)bistum-passau.de

Kontakt

Abb.: Blechvotive, 18./19. Jahrhundert. Kirchenmuseum Kößlarn (Georg Thuringer)

Kirchenmuseum Kößlarn

Marktplatz 35
94149 Kößlarn
Deutschland

Öffnungszeiten:

Von Anfang April
bis Ende Oktober

Do: 13:00 – 16:00 Uhr
Sa: 13:00 – 16:00 Uhr
So: 13:00 – 16:00 Uhr

Eintritt:

2 €

Führungen:

Führungen durch geschulte ehrenamtliche Kräfte
nach Anmeldung:

Pfarrbüro Kößlarn
Marktplatz 33
94149 Kößlarn
Tel.: + 49 (0)8536/1559
Pfarramt.Koesslarn(at)bistum-passau.de

Zugang:

Die Ausstellungsräume des Museums sind nicht barrierefrei zugänglich! Personen mit Gehbehinderung ist ein Besuch deshalb – je nach Grad der mobilen Beeinträchtigung – nur schwer oder leider gar nicht möglich. Wir bedauern diesen Umstand aufgrund der historischen Bausubstanz auch in Zukunft nicht ändern zu können.